Meine Sorge, erstmal den großen Automaten mit vielen Tasten verstehen zu müssen, löst sich wenige Sekunden nach Betreten des Salons auf. Ein kleiner quirliger Berliner mit Hut und Karohemd weißt mir eine Maschine zu und kümmert sich um die Bedienung des Tastenautomatens. Alles drin, alles dreht sich. In Abteil 02 des kleinen Ladens geht es gemütlicher zu: Es riecht nach Kaffee, Kakao und Muffins, die auf den Tischen stehen und verspeist werden. Neben mir wird über ein MacBook drahtlos bei eBay nach einem Moped geguckt, auf der anderen Seite wird der kränkelnden Frau eine Riesenpackung Tempos gebracht. Damit könne man ihr den Schnupfen ja ausschlagen kommt vom kleinen Mann mit Hut hinter dem Tresen. Der Kakao ist lecker, obwohl sich die Zubereitung eher unkonventionell bis hygienisch bedenklich gestaltet. Ich solle besser nochmal umrühren, sonst hängt das Pulver so unten drin. Mache ich und gucke mir dabei das Vice-Magazin an. Ob die deutsche Ausgabe so schlecht ist, weil kostenlos? Ein amerikanisch aussehender Fünfziger in beiger Stoffhose (bequem) mit stramm sitzendem grauen T-Shirt hinein gesteckt (Warmblüter), weißen Sportschuhen (superbequem) und großer Brille mit silber Rahmen beschwert sich auf Englisch beim kleinen Mann mit Hut über den Riesenautomaten. Eine auf ihren Kaffee wartende Frau wird als Dolmetscherin hinzu gezogen und so kommt es zum internationalen Streitgespräch über drei Ecken, bei dem der amerikanisch aussehende Mann immer wieder wiederholt, was er gemacht hat, der kleine Mann mit Hut immer wieder wiederholt, er könne ja nicht jeden auszahlen und die auf ihren Kaffee wartende Frau neutral beide Seite auf der jeweils anderen Sprache wiederholt.
Es hat sich zu Ende gedreht und ich hole meine Sachen unter Neonlicht aus dem Karussell. Sie freuen sich und wollen noch eine Runde im warmen Nass drehen, doch es ist Schluss und das Programm der Heimreise wird gestartet.

Lego Technik und Focus TV.
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Gmail und Googlemail knacken die 5000 MB und 5 GB Grenze!!!!!!

Glücklicherweise beziffert Xing “die Schätzung des potenziellen Werts Ihres meines Netzwerks, den Sie ich innerhalb der nächsten zehn Jahre kapitalisieren können kann auf sensationelle 112.651 Euro! “Ihren Network Value können Sie z.B. durch die Generierung von neuen Aufträgen, Gehaltserhöhungen, Vorträge, Karrieresprünge etc. zu barem Geld machen.” Schön zu wissen, dass mein Network Value bei etwa 1/5 des “durchschnittlichen Top 10 Network Values” liegt und knapp halb so groß ist wie das “durchschnittliche Ergebnis für mein Profil” (hä?).
Xing beurteilt meinen Network Value so: “Der Umfang Ihres Netzwerks ist bereits gut, kann aber durchaus noch wachsen. Jeder neue Kontakt fügt Ihrem Netzwerk weiteren Wert hinzu. Achten Sie bei neuen Kontakten weiterhin darauf, Ihre Kontaktdaten auszutauschen.” Und schon haben wir ihn wieder: Den Daten-Sammel-Sammel-Wahn.

“Grau in allen Nuancen” + “Grau ist weicher als Schwarz”.
So langsam setzt es sich in der Gesellschaft durch.

Wie social bist du? Schöne Idee, nettes T-Shirt.