Fernsehen ist toll
Eigentlich. Oliver Kalkhofe über das Fernsehen 2007. 30 Minuten Audiostream exklusiv bei DWDL.de.

Hach hach hach.
Eigentlich. Oliver Kalkhofe über das Fernsehen 2007. 30 Minuten Audiostream exklusiv bei DWDL.de.

Hach hach hach.

Der “Hairstylist” hatte eine ordentliche Fahne, führte meine Anweisungen ad extremum, ignorierte zwischenzeitliche Rettungsversuche und redete vom draußen herrschen Sturm. 10 Euro für eine Zeitreise der Frisuren. Hairje.

The Ever Project meldet in seiner aktuellen Ausgabe: Tebis Nador: The Sexiest Tebis Ever! Richtig erkannt, Ever Project und darum die volle Punktzahl.
Web 2.0 Erfinder Tim O’Reilly veranstaltete bis heute seine Web 2.0 Expo in Berlin, bei der sich die deutsche und europäische Web 2.0 Szene treffen und austauschen sollte. Natürlich war das Tebis Nador Research Institute auch mit einem Stand vertreten und berichtet von den 2.0igen Eindrücken:

Ankunft Mittwoch Mittag. Neben mir strömen weitere vier Personen in Richtung Messe Eingang Süd, wo die Web 2.0 Segel schon gehisst worden waren. Im Eingangsbereich angekommen, zeigt die Messe anhand von 15 gelangweilten Empfangsmädels auf, welche Besuchermassen sie auch fähig ist abzufertigen. Eintritt zu Expo und Keynotes kostet 11,90 Euro, wer noch zu den “Conferences” will, zahlt gleich mehrere Hundert Euro. Vom Eingang zur Expo Halle führen leere Gänge, es ist still.

Das Expo Gelände war noch kleiner als ohnehin schon befürchtet und die Aussteller noch langweiliger als ohnehin schon gedacht. Die erste Enttäuschung wird durch den Nokia-Stand am Eingang wieder etwas gehoben, an dem mir schwedische Nokia-Frauen Web 2.0 auf Nokia-Geräten erklären. Gerät 1 kann nur Flash light und stellt selbst Web 1.0 Websites unschön dar, Gerät 2 Flash, aber alles ruckelt und hakt, weil der Prozessor zu langsam ist. Die Mobile Web Experience (2.0) findet wohl woanders statt.
Weiter die kurzen Expo-Gänge entlang, mache ich eine neue Erfahrung: Bloß nicht zu lang vor einem Aussteller-Stand stehen bleiben, um herauszufinden, was ausgestellt wird. Man wird sofort in ein Gespräch verwickelt, aus dem man sich unter fünf Minuten Pseudo-Fachdialog nicht befreien kann. Gegen Ende der Gespräche schnappt sie immer wieder zu: Die Identitäten-Sammel-Falle. Auch wenn man kein weiteres Interesse an den Produkten des Ausstellers gezeigt hat und sich vom Stand langsam lösen will, kommt die Frage: “Do you have a business card?” - “Sorry, I forgot mine…” - “No problem!” Eine Standdame mit Handscanner wird herbei gerufen, die den mit Barcode versehenen Besucherausweis des Uninteressierten einliest und damit wohl sämtliche Daten von mir an den Aussteller überträgt. Und dabei kam mir die Verbindung zum Web 2.0: Daten sammeln, Daten sammeln. Und ohne Ende Daten über User sammeln.

Weiter in Halle 2 zu den Keynotes. Rod Beckstrom spricht zum Thema “The Starfish and the Spider” (Video). Als ich dazu stoße geht es um Indianer, später um die Invasion Mexikos, dann und Dezentralisierung, Zentralisierung und anschließender Dezentralisierung, um Toyota, die hybride Autos bauen und um eBay, das ein hybrides Unternehmen ist. Rod Beckstrom redet viel ohne eine erkennbare Aussage zu haben. Auch hier wieder ein Parallele zu Web 2.0?
Insgesamt enttäuschend und ernüchternd. Ende allgemein offen.

Poodolph. Mehr schöne Scheiße: Sprinkle Brigade